Anke Aust wurde 1963 in Berlin geboren
und ist seit ihrem achten Lebensjahr kreativ tätig.
1973 begann für sie die Zeit des
Entdeckens.
Zahlreiche Reisen, später auch
Studienaufenthalte, führten sie bis 2007 in Länder, wie Portugal
und die Niederlande, sie besuchte Singa-
pur, Malaysia, Hongkong,
Philippinen, Indonesien, Indien, Sri Lanka , Thailand, sowie die USA.
Ein Einfluss asiatischer Kultur lässt sich in vielen Arbeiten der Künstlerin
daher nicht nur erahnen, Schwung und Minimalisierung sind oft wesentliche Bestandteile
ihrer Bilder. Ständige autodidaktische Weiterbildung
in verschiedenen Maltechniken wie (Öl, Aquarell, Airbrush, Acryl).
Seit 2003 arbeitet Anke Aust als Freischaffende Künstlerin.
2007 bezog sie ihr Atelier in den
Weddinger Gerichtshöfen. Hier bot sie in Zusammenarbeit mit dem
Blindenverein und Sehbehindertenverein Berlin von Januar 2007 bis
Juni 2008 einen Malkurs für Blinde und Sehbehinderte an.
Seit Anfang 2009 setzt sie sich
intensiv mit der Punktmalerei "Dot Art" der australischen
Ureinwohner auseinander.
Lässt man sich auf die Bilder der
Künstlerin Anke Aust ein, schaut man auf den Ausdruck eines
Menschen, der Erfahrungen und Erlebnisse in Farben und Formen bringt,
denen man sich nicht so leicht entziehen kann. Materialien wie
Grobsand, Strukturpasten und Grafit, Rost und Patina werden genutzt,
den persönlichen Blickwinkel einer Anke Aust auf das Leben, auf die
Natur, auf Gefühle und Geschehnisse der Gegenwart und der
Vergangenheit zum Ausdruck zu bringen. Hier herrscht nie Stillstand.
Auch wenn thematische Zyklen in der
Arbeit der Künstlerin zu erkennen sind, so lässt sich Anke Aust auf
keinen Stil festlegen.
Für Anke Aust bedeutet das
künstlerische Schaffen die absolute Freiheit zu jeder Zeit das
ausdrücken zu können was ihrer Inspiration entspringt. Und dieses
mit allen Materialien und Techniken die ihr zur Verfügung stehen.
Ihre Techniken unterliegen dadurch einem ständigen Wandel.
Die Künstlerin nimmt sich Freiräume. So ist der Ausgang eines Bildes
von vornherein selten absehbar. Wie bei der Entstehung einer
Erzählung, der man freien Lauf lässt, gibt es bei der Entstehung
der Bilder von Anke Aust am Ende noch die eine oder andere Wendung.
Fantasie und Emotionen veranlassen die Künstlerin dazu.
Die
Initiative aber, geht vom Bild aus.Die Künstlerin schafft dabei einen
Freiraum, der Platz lässt für Deutungen und Interpretationen. Dies
ist durchaus gewollt. Die Freiheit, die Anke Aust dem Betrachter
lässt, geht sogar soweit, dass es meist keine feste Vorgabe gibt,
was Oben und was Unten ist.
Die Signatur auf der Rückseite eines Bildes ist dann ein Indiz dafür.Jeder der sich einem Bild von ihr nähert, beginnt unweigerlich damit, zu suchen und zu entdecken. Es dauert meist nicht lang, so hat man seinen Punkt ausgemacht, von dem aus die Entdeckungsreise durch das Bild beginnt. Es beginnt ein Dialog zwischen Bild und Betrachter, der im Laufe der Zeit immer neue Erkenntnisse hervorbringt und das Bild dem Betrachter immer näher bringt.
Die Inspiration zu ihren neuen Arbeiten
in Punkttechnik, fand sie vor einigen Jahren in den Büchern der
Autorin Marlo Morgan, sie schrieb Traumfänger und Traumreisende.
Diese Bücher haben Anke Aust so fasziniert dass sie sich daraufhin
sehr für die Geschichte und Kultur der Aborigines zu interessieren
begann.
Als sie letztes Jahr bei einer
Ausstellung war haben sie die Arbeiten der australischen Ureinwohner
so inspiriert das sie angefangen hat in Punkttechnik zu arbeiten. Die
Aborigines malen ihre Bilder mit einem Rundholz. Anke Aust mit dem
Pinsel. Sie möchte sich keinesfalls anmaßen
oder den Eindruck erwecken die Traumzeiten der Aborigines zu malen.
Die Arbeiten entspringen ihrer Inspiration. Die Bilder stehen für
sich, eigenständig.